Aufgabe #37
Machttabelle
Autoren: Dr hab. Małgorzata Szkup
25–35 minutes
Beschreibung
Eine reflexive Gruppenübung, die untersucht, wie soziale Strukturen — Herkunft, Bildung, Wirtschaft, Sprache, Rechtsstatus — den Zugang zu Ressourcen, Entscheidungsfindung und Macht verteilen. Sie erstellen eine dreispaltige „Machttabelle“ und wenden diese Perspektive dann auf Ihre eigene Position, auf Patienten aus anderen kulturellen Hintergründen und auf Ihre zukünftige klinische Praxis an.
Methodischer Leitfaden
Ziele
Verstehen, dass verschiedene soziale Gruppen ungleichen Zugang zu Ressourcen, Macht und Entscheidungsfindung haben.
Faktoren analysieren, die die soziale Position beeinflussen — Herkunft, Wirtschaft, Sprache, Rasse, Ethnizität, Geschlecht, sexuelle Orientierung, Rechtsstatus, Beruf.
Reflektieren, wie die eigene soziale Position die Wahrnehmung der Welt prägt.
Fähigkeiten zur Erkennung von Vorurteilen und strukturellen Ungleichheiten stärken.
Sich darauf vorbereiten, mit Patienten zu arbeiten, die möglicherweise eingeschränkten Zugang zu Ressourcen im Gesundheitssystem haben.
Faktoren analysieren, die die soziale Position beeinflussen — Herkunft, Wirtschaft, Sprache, Rasse, Ethnizität, Geschlecht, sexuelle Orientierung, Rechtsstatus, Beruf.
Reflektieren, wie die eigene soziale Position die Wahrnehmung der Welt prägt.
Fähigkeiten zur Erkennung von Vorurteilen und strukturellen Ungleichheiten stärken.
Sich darauf vorbereiten, mit Patienten zu arbeiten, die möglicherweise eingeschränkten Zugang zu Ressourcen im Gesundheitssystem haben.
Erwartete Ergebnisse
Der Studierende erkennt strukturelle Ungleichheiten, kann Faktoren analysieren, die die soziale Position beeinflussen, versteht die Folgen von Marginalisierung im Gesundheitswesen, wendet antidiskriminierende Prinzipien in der Praxis an und kann Entscheidungen sachlich und datengestützt begründen.
Übungsablauf
Einführung (2–3 Min.): Besprechung der drei Spalten der Tabelle; Betonung, dass das Thema sensibel sein kann und gegenseitiger Respekt erforderlich ist.
Gruppenarbeit Phase 1 (10–12 Min.): Jeder Studierende zieht 18 Karten sozialer Gruppen in die Spalten Mehr Macht, Weniger Macht oder Kontextuell. Die Lehrperson friert den Bildschirm ein und leitet eine gruppenweite Debatte, bei der Meinungsverschiedenheiten herausgearbeitet werden — besonders bei kontextuellen Fällen (Krankenpflegepersonal, Polizistinnen und Polizisten, LGBTQ+-Personen).
Reflexion Phase 2 (10–15 Min.): Jeder Studierende verfasst eine private Reflexion zur eigenen Position.
Abschlussdiskussion (5 Min.): Wie beeinflusst die eigene Position in der Machttabelle die Wahrnehmung von Patienten, und wie können Ungleichheiten bewusst reduziert werden?
Gruppenarbeit Phase 1 (10–12 Min.): Jeder Studierende zieht 18 Karten sozialer Gruppen in die Spalten Mehr Macht, Weniger Macht oder Kontextuell. Die Lehrperson friert den Bildschirm ein und leitet eine gruppenweite Debatte, bei der Meinungsverschiedenheiten herausgearbeitet werden — besonders bei kontextuellen Fällen (Krankenpflegepersonal, Polizistinnen und Polizisten, LGBTQ+-Personen).
Reflexion Phase 2 (10–15 Min.): Jeder Studierende verfasst eine private Reflexion zur eigenen Position.
Abschlussdiskussion (5 Min.): Wie beeinflusst die eigene Position in der Machttabelle die Wahrnehmung von Patienten, und wie können Ungleichheiten bewusst reduziert werden?
Durchführungsform
Im Unterricht eine vom Facilitator geleitete Gruppenaktivität mit gemeinsamer Kartensortierung und geführter Diskussion. Der MultiCultiMed-Einzelmodus präsentiert die Drag-to-Category-Phase und die Selbstpositionsreflexion als private schriftliche Übung.
Rolle der Lehrkraft
Moderiert die Diskussion und bewahrt eine respektvolle Atmosphäre; unterstützt Studierende beim Erkennen von Machtdynamiken; erklärt den Unterschied zwischen Privileg und Marginalisierung; stellt sicher, dass das Gespräch strukturell und nicht persönlich bleibt; verbindet Schlussfolgerungen mit der medizinischen und sozialen Praxis.
Theoretische Grundlagen
Basiert auf Machtdynamiken (soziale Strukturen verteilen den Zugang zu Entscheidungsfindung, Ressourcen und Einfluss), Intersektionalität (sich überschneidende Identitätsfaktoren schaffen neue Formen von Privileg oder Marginalisierung) und unbewussten Vorurteilen. Abgestimmt auf das EMPOWER-Modell — Effektivität, Multikulturalismus, Professionalität, Wohlbefinden, Bildungsressourcen.
Praktische Anwendung
Hilft Studierenden zu verstehen, welche Patientengruppen auf Barrieren im Gesundheitswesen stoßen, zu analysieren, wie sprachliche, wirtschaftliche, kulturelle und rechtliche Hindernisse die Kommunikation formen, Ungleichheiten in der Patient-System-Beziehung zu erkennen, zu reagieren, wenn Marginalisierung die Behandlung beeinflusst, und einen inklusiveren Ansatz in der Patientenversorgung zu gestalten.
Wissenstransfer
Studierende lernen, ihre eigene soziale Position und die sie formenden Faktoren zu erkennen, die Machtstrukturanalyse auf reale klinische Situationen anzuwenden, Patientenprofile im Kontext von Privileg oder Marginalisierung zu analysieren und Wissen in bewusstes antidiskriminierendes Handeln umzuwandeln.
Festigung und Reflexion
Reflexionsstränge: Platzierungsdiskrepanzen (welche Karten lösten Debatten aus?), kontextuelle Fälle (Pflegekräfte, Polizeibeamte, LGBTQ+-Personen — welcher Kontext kehrt ihre Position um?), Selbstpositionierung (wo stehe ich? was bedeutet das für meine Sicht auf Patienten?), berufliche Praxis (was kann ich tun, um Ungleichheiten zu verringern?).
Benötigte Ressourcen
Internetfähiges Gerät mit Zugang zur MultiCultiMed-Plattform.
Bewertung / Evaluation
Selbstreflexion; aktive Teilnahme an der Diskussion; Fähigkeit, Kartenplatzierungen zu begründen; Fähigkeit, Theorie mit klinischer Praxis zu verbinden.
Praktische Tipps
Betonen Sie die strukturelle, nicht die persönliche Analyse. Verweisen Sie auf die Gruppenvereinbarung, wenn das Gespräch angespannt wird. Nutzen Sie die kontextuelle Spalte, um zu verdeutlichen, dass Macht relational und situativ ist, nicht fest. Nutzen Sie Abstimmungen, um Pattsituationen zu lösen.
Diskussionsthemen
Reflexion der eigenen Position
- Wo stehen SIE in dieser Tabelle in Ihrem Berufsleben — und wie könnte das Ihre Beziehung zu Patientinnen und Patienten prägen, die woanders stehen?
- Wo stehen SIE in dieser Tabelle in Ihrem Berufsleben — und wie könnte das Ihre Beziehung zu Patientinnen und Patienten prägen, die woanders stehen?
Weitere Ressourcen
Fallstudien zu Ungleichheiten im Gesundheitswesen; Analyse von Politiken bezüglich Migranten und Flüchtlingen; Übungen zur Vertiefung des Themas Intersektionalität.
Zusätzliche Bemerkungen
Diskussionen über Macht können emotional herausfordernd sein — üben Sie Empathie und ermutigen Sie stillere Studierende zur Beteiligung, da das Thema alle betrifft.