Aufgabe #36
Identitätsmerkmale
Autoren: Dr hab. Małgorzata Szkup
20–30 minutes
Beschreibung
Die Studierenden erkunden das Konzept der Identität, indem sie 16 Merkmalskarten in zwei Kategorien einteilen: primäre Merkmale, die angeboren und im Allgemeinen unveränderlich sind, und sekundäre Merkmale, die erworben werden und sich im Laufe der Zeit verändern können.
Methodischer Leitfaden
Ziele
Verstehen, dass Identität aus primären (unveränderlichen) und sekundären (veränderbaren) Merkmalen besteht.
Vertiefte Reflexion darüber, welche Merkmale in verschiedenen Kontexten zu ungleicher Behandlung führen können.
Entwicklung von Fähigkeiten im Bereich Argumentation und gemeinsame Entscheidungsfindung.
Sensibilisierung für soziale Mechanismen im Zusammenhang mit Identität, einschließlich rechtlich geschützter Kategorien.
Förderung der kritischen Analyse von Stereotypen und Vorurteilen.
Aufbau von Kompetenzen in der Teamarbeit und im interkulturellen Dialog.
Vertiefte Reflexion darüber, welche Merkmale in verschiedenen Kontexten zu ungleicher Behandlung führen können.
Entwicklung von Fähigkeiten im Bereich Argumentation und gemeinsame Entscheidungsfindung.
Sensibilisierung für soziale Mechanismen im Zusammenhang mit Identität, einschließlich rechtlich geschützter Kategorien.
Förderung der kritischen Analyse von Stereotypen und Vorurteilen.
Aufbau von Kompetenzen in der Teamarbeit und im interkulturellen Dialog.
Erwartete Ergebnisse
Nach der Übung können die Studierenden: zwischen primären und sekundären Identitätsmerkmalen unterscheiden; verstehen, warum bestimmte Merkmale gesetzlich geschützt sind; erkennen, welche Merkmale in verschiedenen Kontexten zu Diskriminierung führen können; ihre Entscheidungen sachlich und objektiv begründen; ein größeres Bewusstsein für die Mehrdimensionalität menschlicher Identität zeigen.
Übungsablauf
Phase 1 (2–3 Minuten): Ziel der Übung vorstellen und die beiden Identitätskategorien anzeigen.
Phase 2 (10–15 Minuten): Für jede der 16 Merkmalskarten diskutieren die Studierenden ihren Charakter, schlagen eine Platzierung vor und ziehen sie in „Primäre Merkmale (angeboren/unveränderlich)“ oder „Sekundäre Merkmale (erworben/veränderlich)“. Ist ein Merkmal ein Grenzfall oder findet die Gruppe keinen Konsens, wird es als Grenzfall behandelt und diskutiert.
Phase 3 (5–10 Minuten): Diskussion — welche Merkmale waren am schwierigsten zu klassifizieren und warum? Wie können diese Merkmale gleiche oder ungleiche Behandlung beeinflussen? Wie hilft dieses Wissen bei der Arbeit mit Patienten?
Phase 4 (5–7 Minuten): Zusammenfassung des Trainers — Bedeutung primärer und sekundärer Identitätsmerkmale und deren rechtliche Implikationen erläutern.
Phase 2 (10–15 Minuten): Für jede der 16 Merkmalskarten diskutieren die Studierenden ihren Charakter, schlagen eine Platzierung vor und ziehen sie in „Primäre Merkmale (angeboren/unveränderlich)“ oder „Sekundäre Merkmale (erworben/veränderlich)“. Ist ein Merkmal ein Grenzfall oder findet die Gruppe keinen Konsens, wird es als Grenzfall behandelt und diskutiert.
Phase 3 (5–10 Minuten): Diskussion — welche Merkmale waren am schwierigsten zu klassifizieren und warum? Wie können diese Merkmale gleiche oder ungleiche Behandlung beeinflussen? Wie hilft dieses Wissen bei der Arbeit mit Patienten?
Phase 4 (5–7 Minuten): Zusammenfassung des Trainers — Bedeutung primärer und sekundärer Identitätsmerkmale und deren rechtliche Implikationen erläutern.
Durchführungsform
Gesamte Gruppe, einzelner Arbeitsbereich (vom Facilitator geleitete Diskussion). Die Studierenden sehen drei konzentrische Kreise. Der Facilitator deckt nacheinander Kacheln mit Merkmalsnamen auf, die Gruppe diskutiert gemeinsam, wo jedes Merkmal platziert werden soll, und der Facilitator zieht die Kacheln in den inneren Kreis, den äußeren Kreis oder auf die Grenze (für schwierige oder hybride Merkmale). Am Ende wird die gesamte Identitätskarte gemeinsam besprochen.
Rolle der Lehrkraft
Moderator — gewährleistet die gleichberechtigte Beteiligung aller Teilnehmenden. Inhaltsinterpret — erläutert den Unterschied zwischen primären und sekundären Merkmalen. Facilitator — unterstützt den Diskussionsprozess und klärt die Argumente der Studierenden. Sicherheitswächter — sorgt für sensible, diskriminierungsfreie Sprache. Praxisverbinder — erklärt die Auswirkungen auf die Arbeit mit Patienten und medizinischen Teams.
Theoretische Grundlagen
Die Übung bezieht sich auf zentrale Konzepte in Verbindung mit Identität, Vielfalt und Antidiskriminierung. Primäre Identitätsmerkmale (zugeschriebener Status) sind angeborene, stabile und unveränderbare Merkmale, die oft gesetzlich geschützt sind. Sekundäre Identitätsmerkmale (erworbener Status) sind erworbene, veränderbare Merkmale, die durch Lebenserfahrungen geformt werden. Die individuelle Identität ergibt sich aus der Interaktion zwischen primären und sekundären Merkmalen und schafft eine einzigartige Identitätsstruktur. Aus der Perspektive des EMPOWER-Modells: E – Effektivität: Studierende lernen ein Werkzeug zur Analyse von Identitätsaspekten in Patienteninteraktionen; M – Multikulturalismus: die Übung hilft zu verstehen, wie verschiedene Merkmale soziale Beziehungen beeinflussen; P – Professionalität: schärft das Bewusstsein für Fragen der Gleichbehandlung; W – Wohlbefinden: Arbeiten in einer sicheren Umgebung ermöglicht die Behandlung schwieriger Themen.
Praktische Anwendung
Die Übung ermöglicht es den Studierenden, die Komplexität der Identitäten von Patienten und Kollegen zu analysieren, vorherzusehen, wie verschiedene Merkmale klinische Beziehungen und medizinische Entscheidungen beeinflussen können, die rechtlichen und ethischen Grundlagen im Zusammenhang mit Diskriminierung besser zu verstehen, Situationen zu erkennen, in denen bestimmte Merkmale zu ungleicher Behandlung führen können, und einen Dialog mit Begründung ihrer Entscheidungen zu führen.
Wissenstransfer
Die Studierenden lernen, Identitätsmerkmale hinsichtlich ihrer Stabilität und ihres Einflusses auf die soziale Wahrnehmung zu priorisieren und zu analysieren. Sie wenden das erworbene Wissen auf berufliche Situationen an (Patienteninteraktionen, Teamarbeit), entwickeln Argumentations- und gemeinsame Entscheidungsfähigkeiten, verstehen, dass verschiedene Kulturen dieselben Merkmale unterschiedlich einordnen können, und setzen die Analyse in Handlung um — indem sie bewusst Vorurteile in der klinischen Praxis vermeiden.
Festigung und Reflexion
Der Facilitator regt zur Reflexion darüber an, warum einige Merkmale schwer zu klassifizieren waren, welche Merkmale die meiste Diskussion auslösten, persönliche Reaktionen auf die Diskussion geschützter und nicht geschützter Merkmale sowie Möglichkeiten, diese Erkenntnisse in der beruflichen Praxis anzuwenden. Reflexionsfragen: 'Warum rufen bestimmte Merkmale in der Gesellschaft Kontroversen hervor?' 'Wie hilft mir dieses Wissen bei der Arbeit mit einer Person anderer Identität?'
Benötigte Ressourcen
Elektronische Geräte wie Tablets, Smartphones oder Laptops mit Zugang zur MultiCultiMed-Plattform. Internetverbindung für den Zugriff auf die Übung auf der Plattform.
Bewertung / Evaluation
Individuelle schriftliche Reflexion. Analyse der Erkenntnisse aus der Merkmalsplatzierung. Bewertung der Argumentationsfähigkeiten. Beobachtung des Kommunikationsstils innerhalb der Gruppe.
Praktische Tipps
Bewahren Sie einen neutralen und unterstützenden Ton — das Thema kann starke Emotionen hervorrufen. Reagieren Sie auf stereotype Aussagen, indem Sie sie in reflektierende Fragen umwandeln. Erlauben Sie Diskussionen über Grenzklassifizierungen — dies spiegelt die soziale Realität wider. Stellen Sie sicher, dass die Kacheln im Arbeitsbereich sichtbar und deutlich beschriftet sind.
Diskussionsthemen
Welche Merkmale bilden am häufigsten die Grundlage für Diskriminierung? Wie verändert sich die Bedeutung einzelner Merkmale in verschiedenen Kulturen? Wie verbinden sich primäre und sekundäre Merkmale zur einzigartigen Identität eines Individuums?
Weitere Ressourcen
Stets, Jan & Burke, Peter. (2000). Identity Theory and Social Identity Theory. Social Psychology Quarterly. 63. 224. https://www.simplypsychology.org/social-identity-theory.html — https://www.simplypsychology.org/ascribed-status.html — Mazur, B. (2010). Cultural diversity in organisational theory and practice. Journal of Intercultural Management. 2. 5–15.
Zusätzliche Bemerkungen
Stellen Sie sicher, dass die Diskussion behutsam, empathisch und auf der Grundlage von Fakten und aktuellem wissenschaftlichen Wissen geführt wird. Machen Sie den Studierenden bewusst, dass verschiedene Menschen dieselben Merkmale unterschiedlich interpretieren können. Ermutigen Sie zur Reflexion über eigene Annahmen und Vorurteile.