Aufgabe #28
Patient – Ich Verstehe Nicht
Autoren: Magdalena Stankiewicz, PUM Szczecin
30 minutes
Beschreibung
Ein praxisorientierter Kommunikations-Workshop mit dem Rollenspiel „Patient – Ich Verstehe Nicht.“ Studierende üben kulturell sensible Kommunikation durch Reflexion, Rollenspiele und die Umformulierung schlechter Kommunikationsbeispiele in konstruktive Antworten.
Methodischer Leitfaden
Ziele
Nach Abschluss dieser Übung können die Studierenden:
• Kulturell unsensible Kommunikationsmuster erkennen.
• Ungünstige Aussagen mit Ich-Botschaften, Empathie und Paraphrasieren umformulieren.
• Konfliktlösungsstrategien anwenden.
• Gemeinsame Ziele identifizieren.
• Kulturell unsensible Kommunikationsmuster erkennen.
• Ungünstige Aussagen mit Ich-Botschaften, Empathie und Paraphrasieren umformulieren.
• Konfliktlösungsstrategien anwenden.
• Gemeinsame Ziele identifizieren.
Erwartete Ergebnisse
Nach der Übung können die Studierenden:
- Emotionale und kognitive Reaktionen auf kulturell herausfordernde Patientenentscheidungen identifizieren.
- Erkennen, wie kulturelle Annahmen die Kommunikation beeinflussen.
- Kulturell sensible Kommunikationsstrategien anwenden.
- Mehr Sicherheit im Umgang mit interkulturellen Herausforderungen gewinnen.
- Emotionale und kognitive Reaktionen auf kulturell herausfordernde Patientenentscheidungen identifizieren.
- Erkennen, wie kulturelle Annahmen die Kommunikation beeinflussen.
- Kulturell sensible Kommunikationsstrategien anwenden.
- Mehr Sicherheit im Umgang mit interkulturellen Herausforderungen gewinnen.
Übungsablauf
1. Einführung (2 Min.).
2. Emotionskartierung (5 Min.).
3. Rollenspiel-Begegnung (15 Min.).
4. Schriftliche Reflexion (10 Min.).
5. Plenarreflexion (optional).
2. Emotionskartierung (5 Min.).
3. Rollenspiel-Begegnung (15 Min.).
4. Schriftliche Reflexion (10 Min.).
5. Plenarreflexion (optional).
Durchführungsform
Phase 1 — Einzelarbeit: Emotionskartierung (segmentierter Kreis).
Phase 2 — Einzel-/Paararbeit: Rollenspiel mit verzweigtem Szenario.
Phase 3 — Einzelarbeit: schriftliche Reflexion.
Phase 2 — Einzel-/Paararbeit: Rollenspiel mit verzweigtem Szenario.
Phase 3 — Einzelarbeit: schriftliche Reflexion.
Rolle der Lehrkraft
Leitung/Moderation: schafft einen sicheren Raum und erklärt den reflexiven Zweck. Reflexionsprovokateur: stellt vertiefende Fragen. Facilitator: gewährleistet Vertrauen, Respekt und vielfältige Perspektiven.
Theoretische Grundlagen
Basierend auf Prinzipien des transformativen Lernens: desorientierendes Dilemma (Patient, der eine Behandlung ablehnt, stellt die Annahmen der Studierenden in Frage), kritische Reflexion (Identifizierung persönlicher kultureller Filter) und Dialog und Handeln (Austausch von Perspektiven durch Rollenspiel). Stützt sich auf Rahmenwerke für assertive Kommunikation, aktives Zuhören und kulturell sensible Praxis.
Praktische Anwendung
Studierende üben Rollenspiele (Patient vs. Gesundheitsfachkraft), bearbeiten strukturierte Reflexionsaufgaben und wenden aktives Zuhören, Paraphrasierung und Verhandlungsstrategien an, die direkt relevant für klinische Begegnungen mit Patientinnen und Patienten sind, deren kulturelle oder religiöse Überzeugungen Gesundheitsentscheidungen beeinflussen.
Wissenstransfer
Studierende lernen, persönliche Vorurteile zu erkennen, kulturelle Einflüsse auf Gesundheitsentscheidungen zu verstehen und kulturell sensible Strategien zur Zusammenarbeit mit Patientinnen und Patienten sowie Familien anzuwenden.
Festigung und Reflexion
360°-Feedback von Peers und Beobachtern. Selbstreflexion durch strukturierte Arbeitsblätter zu Emotionen, Annahmen und Kommunikationsstrategien. Verstärkung guter Praktiken durch die Lehrperson, wie Empathie und Offenheit.
Benötigte Ressourcen
Handout mit Fallbeschreibung; Arbeitsblätter (Reflexion + Feedback); Whiteboard oder Mentimeter; optional: Video aus der Lebenden Bibliothek.
Bewertung / Evaluation
Selbsteinschätzung: reflexiver Tagebucheintrag. Peer-Bewertung: Beobachter-Feedback während der Simulationen. Beobachtung durch Lehrende: Qualität der Teilnahme, Tiefe der Reflexion, angewandte Kommunikationsstrategien.
Praktische Tipps
Ermutigen Sie zu Pausen und offenen Fragen. Nutzen Sie Teach-back zur Überprüfung des Verständnisses. Geben Sie klares, verhaltensbezogenes Feedback. Anpassbar für Online-Durchführung.
Diskussionsthemen
Wo endet die Patientenautonomie und wo beginnt die ärztliche Verantwortung? Wie unterstützt oder begrenzt das Recht die Subjektivität des Patienten? Welche Vorurteile beeinflussen, ob wir Patientinnen und Patienten zuhören?
Weitere Ressourcen
Leseempfehlungen zum Thema gemeinsame Entscheidungsfindung. Folgeaufgabe für das Tagebuch: Analyse einer realen klinischen Situation mit Fokus auf die Subjektivität des Patienten.
Zusätzliche Bemerkungen
Leicht für Online-Simulation anpassbar. In erweiterten Versionen können Videobeispiele ergänzt werden.