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Aufgabe #19

Gestaltung einer Demenz-Aufklärungskampagne – Alterung der Bevölkerung

Autoren: Elena Rousou, Paraskevi Charitou, Panagiota Ellina

2 hours (2 × 60-minute sessions)

Gestaltung einer Demenz-Aufklärungskampagne – Alterung der Bevölkerung

Beschreibung

In Gruppen von 4 bis 6 Personen agieren Studierende als Teams des öffentlichen Gesundheitswesens und entwerfen eine kultursensible Demenz-Aufklärungskampagne, die Stigmatisierung reduziert und das Verständnis für Demenz bei älteren Erwachsenen, Pflegenden und der breiteren Öffentlichkeit fördert.

Methodischer Leitfaden

Ziele

Analysieren, wie Demenz ältere Erwachsene, Familien und Gesundheitssysteme beeinflusst. Eine kultursensible Aufklärungskampagne gestalten, die Stigmatisierung reduziert und das Verständnis für Demenz fördert. Klare, verständliche Gesundheitsbotschaften entwickeln, die auf vielfältige Gemeinschaften, einschließlich älterer Erwachsener und ihrer Pflegepersonen, zugeschnitten sind. Über die Rolle der Gesundheitskommunikation bei der Förderung von Würde, Inklusion und unterstützender Versorgung für Menschen mit Demenz nachdenken.

Erwartete Ergebnisse

Nach Abschluss der Übung sollten Studierende in der Lage sein: einen Prototyp einer Demenz-Sensibilisierungskampagne zu erstellen; Einblicke in respektvolle Kommunikationsstrategien für ältere Erwachsene zu gewinnen; ihr Verständnis kultureller Sensibilität in Gesundheitskampagnen zu stärken.

Übungsablauf

Einführung: Präsentieren Sie Beispiele von Demenz-Kampagnen (gute und schlechte). Fragen Sie die Studierenden: 'Welche Stimmen fehlen in der Demenz-Aufklärung in Ihrem Land?' Abschnitt 1 — Botschaften zuordnen (15 Minuten): Studierende ordnen 12 echte Kampagnenbotschaften drei Zielgruppen zu: ältere Erwachsene selbst, pflegende Angehörige sowie Gemeinschafts- und Gesundheitsfachkräfte. Anschließend vergleichen die Gruppen ihre Entscheidungen und diskutieren Unterschiede. Abschnitt 2 — Kulturelle Anpassung (10 Minuten): Jede Person wählt eine ihr bekannte Kultur und passt eine einzige Botschaft an die Art und Weise an, wie diese Kultur Gedächtnisverlust, Respekt vor Älteren und familiäre Einbindung benennt. Diskussion (15 Minuten): 'Wie beeinflusst Stigmatisierung Menschen mit Demenz und ihre Familien?' 'Welche Rolle können jüngere Generationen in der Demenz-Aufklärung spielen?' 'Wie sollten digitale Kampagnen für ältere Zielgruppen angepasst werden?' Abschlussreflexion (10–15 Minuten): Wie beeinflussen Sprache, Visuals und kulturelle Sensibilität die Wirksamkeit der Kampagne? Welche kulturellen Annahmen oder persönlichen Überzeugungen wurden Ihnen bewusst, während Sie an den Demenz-Kampagnen gearbeitet haben oder sie sich angesehen haben? Wie werden Sie das in dieser Übung Gelernte in Ihrer zukünftigen Berufsrolle anwenden, wenn Sie ältere Erwachsene, Familien und vielfältige Gemeinschaften unterstützen?

Durchführungsform

Gruppenarbeit (4–6 Studierende).

Rolle der Lehrkraft

Kampagnenbeispiele, Ressourcen bereitstellen und zentrale Fallstricke hervorheben (z. B. angstbasierte Botschaften, Ageismus, Stigmatisierung). Brainstorming leiten und sicherstellen, dass Botschaften klar, respektvoll und kulturell angemessen sind.

Theoretische Grundlagen

Die Übung basiert auf den Prinzipien des transformativen Lernens: Desorientierendes Dilemma — Studierende überprüfen Beispiele von Demenzkampagnen, die unbeabsichtigt ältere Menschen stigmatisieren. Kritische Reflexion — sie analysieren, welche Botschaften schädlich sind und warum. Dialog und Handlung — sie gestalten ihre eigene Kampagne und vermeiden diese Fallstricke.

Praktische Anwendung

Studierende agieren als Teams für öffentliche Gesundheit mit der Aufgabe, eine Demenz-Sensibilisierungskampagne für eine lokale Gemeinschaft zu erstellen. Die Kampagne muss enthalten: ein visuelles Element; drei Kernbotschaften; eine Begründung der gewählten Kommunikationsstrategien.

Wissenstransfer

Die hier erworbenen Fähigkeiten können auf andere Sensibilisierungskampagnen (Impfung, gesunde Lebensweise) übertragen werden. Studierende lernen, professionelles Wissen mit kulturell sensibler Kommunikation auszubalancieren.

Festigung und Reflexion

Peer-Feedback: Jede Gruppe erhält „2 Positivpunkte + 1 Vorschlag” zu ihrer Kampagne. Das Feedback der Lehrkraft hebt Inklusivität, Klarheit und Sensibilität gegenüber dem Altern hervor.

Benötigte Ressourcen

Internetzugang und Design-Software (Canva, Poster My Wall, PowerPoint). Beispiele von Demenz-Sensibilisierungskampagnen (wirksame und problematische). Flipchart und Marker für Brainstorming.

Bewertung / Evaluation

Studierende bitten, eine Selbstreflexion in ihrem Reflexionstagebuch aufzuzeichnen, z. B.: Wie können öffentliche Kampagnen gesellschaftliche Einstellungen zur Demenz verändern? Peer-Bewertung: Jede Gruppe gibt einer anderen Gruppe „2 Positivpunkte + 1 Vorschlag”.

Praktische Tipps

Sicherstellen, dass Kampagnen große Schriften, kontraststarke Visualisierungen und einfache Botschaften verwenden. Bilder fördern, die Würde widerspiegeln, nicht Stereotype. Abstimmungstools nutzen, um die stärkende Kampagne zu wählen.

Diskussionsthemen

In manchen Gemeinschaften wird Demenz medikalisiert; in anderen spiritualisiert oder als normales Altern abgetan. Wie beeinflussen diese kulturellen Sichtweisen das Hilfesuchverhalten? Wie können Kampagnen Botschaften an verschiedene kulturelle Werte anpassen?

Weitere Ressourcen

WHO: Global action plan on the public health response to dementia 2017–2025. https://www.who.int/publications/i/item/9789241513487 — Alzheimer's Disease International (ADI) facts and figures: https://www.alzint.org/

Zusätzliche Bemerkungen

Kreativität fördern, aber betonen, dass Respekt und Zugänglichkeit wichtiger sind als Ästhetik. Kampagnen sollten das Publikum stärken, nicht verängstigen.